In München
Unser Projekt begann am Montag, 9.12.24, an dem die Teilnehmer*innen in München ankamen. Die Vorfreude und die Neugier waren spürbar, als wir die Gruppen einteilten. Die Schüler*innen wurden in gemischte Teams aus beiden Städten aufgeteilt, um den interkulturellen Austausch zu fördern und Freundschaften über Grenzen hinweg zu schließen. Den Abend verbrachten wir mit einem Besuch der verschiedenen Christkindlmärkte, wo die Teilnehmer*innen die festliche Atmosphäre genießen und regionale Spezialitäten kosten konnten.
Der Dienstag war für unsere Gruppenarbeit im Deutschen Museum reserviert. Das Deutsche Museum, eines der größten Technik- und Wissenschaftsmuseen der Welt, bot uns die ideale Plattform, um die Schnittstellen zwischen Geschichte und Wissenschaft zu erkunden. So mussten die Gruppen in verschiedenen Ausstellung Aufgaben bearbeiten. Am Nachmittag nutzten wir die Gelegenheit für einen entspannten Spaziergang durch den Englischen Garten und das Univiertel.
Am Mittwoch stand ein besonders wichtiger und bewegender Bestandteil des Programms auf der Agenda: der Besuch des Konzentrationslagers Dachau. Diese Exkursion war eine tiefgreifende Erfahrung, die den Schüler*innen die Möglichkeit gab, sich intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus und den Folgen des Zweiten Weltkriegs auseinanderzusetzen. Fachkundige Führungen und Zeit für persönliche Reflexion ermöglichten es den Teilnehmern, die Bedeutung der Erinnerungskultur und der Aufarbeitung der Geschichte zu verstehen.
Am Donnerstag widmeten sich die Gruppen der Erstellung von Radioberichten über das Konzentrationslager Dachau. Diese kreative Aufgabe ermöglichte es den Schülern*innen, ihre Eindrücke und das, was sie gelernt hatten, auf eine innovative Weise zu verarbeiten.
Das Erasmus+ Projekt zwischen München und Barcelona war ein voller Erfolg und bot den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, Geschichte und Wissenschaft in einem internationalen Kontext zu erleben. Die Verknüpfung von theoretischem Wissen mit praktischen Erfahrungen hat dazu beigetragen, das Bewusstsein für unsere gemeinsame Vergangenheit zu schärfen und das Verständnis für verschiedene kulturelle Perspektiven zu fördern. Wir sind stolz darauf, solch bedeutende Themen mit engagierten Jugendlichen zu behandeln und hoffen, dass die gewonnenen Erkenntnisse und Freundschaften lange bestehen bleiben.
In Barcelona
Was machen Schüler*innen an einem Feriensonntag um 6.00 Uhr an der Schule?
Sie starten ihr Erasmusprojekt „history and science“ mit einer, für viele viel zu frühen, Fahrt zum Flughafen, um pünktlich im Flugzeug zu sitzen. Angekommen in Barcelona ging es zu unserem Hostel und auf die Zimmer. Aber anstatt zu relaxen, stand der erste Programmpunkt auf der Tagesordnung. Eine Führung durch die Sagrada Familia.
Am Montag wurden wir dann herzlich an unserer Partnerschule, dem Institut Joan Brossa, begrüßt. Im Anschluss ging es zusammen in die Altstadt. Dort führte uns Andreu durch Gassen, zu Kirchen, einem alten römischen Tempel und vielen anderen Sehenswürdigkeiten. Völlig k.o. Wollten wir dann eigentlich Mittagessen und danach zum FCB Stadion fahren. Aber da machte uns der Blackout einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen ging es hungrig und zu Fuß an den Strand. Am Abend machten wir uns -wieder zu Fuß- auf den 3,5 km langen Heimweg. Gott sei Dank konnten wir auf halber Strecke einen Bus ergattern! Am Hotel angekommen, erwartete uns die nächste Überraschung. Wir hatten Strom! Auch der Supermarkt gegenüber war offen und so konnten wir Fertigsuppen, Fertigpizza und Ähnliches in die Mikrowelle schieben.
Am Mittwoch durften wir in der Früh zum Wachwerden katalanische Tänze lernen. Danach ging es bergauf zu einer der Flugabwehrstationen des spanischen Bürgerkrieges.
Den Abend ließen wir mit einem Picknick am Strand und Volleyball ausklingen. Donnerstag besuchten wir das Museo de la Ciencia CosmoCaixa. Dort gab es einen großen Fragebogen zu allen Aspekten des Museums. Am Nachmittag bekamen wir dann eine spannende Führung durch einen der wenigen erhaltenen Luftschutzbunker der Stadt.
Donnerstags gab es wieder eine Stadtführung. Diesmal durch das Viertel Eixample mit seinen Bürgerhäusern und von Gaudi gestalteten Fassaden. Am Nachmittag stand dann Montjuic mit der Burg auf der Liste. Dort konnten wir weitere Verteidungsmöglichkeiten der Stadt kennenlernen.
Am Abend ging es dann gemeinsam zum Essen. Steak, Burger und Pasta hat die Kraftreserven wieder etwas aufgefüllt.
Freitag ging es, nachdem die Zimmer geräumt, alle Zimmerkarten gefunden und alles (auch die Regenschirme) verpackt waren zum Park Guell. Und dann fing es zu schütten an…
Also wurde unser Aufenthalt sehr gekürzt und wir fuhren doch lieber wieder Richtung Zara, McDonald und Co. Nach der verdienten Pause ging es zum Flughafen und nach Hause.